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Joomla! ist neben TYPO3 eines der populärsten Web Content Management- Systeme auf dem Markt und ist als Weiterentwicklung aus dem Open Source-Projekt Mambo hervorgegangen.
Da der Programmcode Joomla! seit der Version 1.5 vollständig objektorientiert ausgelegt wurde und Komponenten dem Model-View-Controller-(MVC) Entwurfsprinzip folgen, können mittels des Joomla!-Frameworks und der dazugehörigen API auch beliebige eigene Erweiterungen geschrieben werden. So lassen sich auch bei Joomla! prinzipiell zusätzliche Enterprise-Funktionalitäten wie z.B. SAP-Anbindungen oder Ähnliches nachträglich implementieren.
Wie TYPO3 basiert auch Joomla! auf PHP und MySQL. Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Betrieb auf einem Webserver ist PHP 4.1 oder PHP 4.3.0 für Joomla! ab Version 1.5 sowie MySQL ab 3.23.0. Derzeit ist Joomla! 1.5.14 die aktuellste Version. Diese unterstützt allerdings nicht mehr PHP 4, sondern nur noch PHP 5.2+.
Die Installation des Systems ist denkbar einfach und lässt sich innerhalb von Minuten ohne besonders großen Aufwand realisieren, sodass auch kleine und mittlere Firmen ohne IT-Abteilungen ein lauffähiges Web CMS ins Netz stellen können. Darüber hinaus gibt es zu Joomla! eine Vielzahl von spezialisierten Foren und Websites, die alle nur erdenklichen Fragen und Themen abdecken, sodass Anwender schnell Informationen erhalten können. Auch eine Vielzahl von sehr ansprechend gemachten Benutzerhandbüchern und Tutorials zu jedem wichtigen Themengebiet ist vorhanden.
Aufgrund der Beliebtheit des CMS kam es in der Vergangenheit oftmals zu Hackerangriffen auf Joomla!-Sites. Aufgrund einer Sicherheitslücke im Joomla!-Core, die auf eine unzureichende Eingabeüberprüfung zurückzuführen war, wurden viele ältere Websites angegriffen. Erst ab Version 1.5.6 wurde diese Lücke geschlossen. In der Vergangenheit hat Joomla! recht häufig wegen zu niedriger Sicherheitsstandards Negativschlagzeilen gemacht.
Aufgrund ihrer großen Unterstützer-Gemeinde gibt es auch für Joomla! genauso wie bei TYPO3 eine Vielzahl von Funktionserweiterungen. Von der Anzahl her sind sie annähernd identisch. Dabei unterscheidet Joomla! zwischen Plugins, Komponenten und Modulen und darin, ähnlich wie bei TYPO3, an welcher Stelle sie eingesetzt werden sollen - z.B. im Backend oder Frontend oder bei dem Einsatz von sehr spezifischen Zusatzfunktionen wie einer RSS-Feed-Integration. Teilweise sind die Komponenten, Module und Plugins so miteinander verbunden, dass sie einzeln nicht funktionieren und als Paket installiert werden müssen, damit der gewünschte Funktionsumfang erreicht wird.
Generell ist Joomla! nicht wirklich multi domain-fähig. Das bedeutet, es ist nicht möglich, verschiedene Websites und Domains unter einem gemeinsamen Dach zu installieren. Deshalb ist für jede Site eine eigene Joomla!-Installation notwendig. Zwar gibt es bereits eine Erweiterung, die das gemeinsame Betreiben und Bearbeiten dieser Sites in einer ausgewählten Installation ermöglicht und die anderen Sites als editierbare Subsites anzeigt. Das Problem der vielen Installationen und des damit verbundenen Domain-Handlings bleibt allerdings mit diesem Ansatz weiter bestehen. Hier hat TYPO3 mit seiner ausgeklügelten Multi-Domain-Fähigkeit einen klaren Vorteil.
Ein weiteres Manko ist die rudimentäre Authentifizierung und Rechteverwaltung unter Joomla!. Allerdings bietet hier eine externe Extension eines australischen Entwicklers eine passende Lösung, um die - in TYPO3 bereits standardmäßig - vorhandene Funktionalität zu erreichen.
congstar GmbH
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