Dokumentenkorb
  • Der Dokumentenkorb ist leer.

    Um ein Dokument in den Korb zu legen können Sie es per Drag'n'Drop von der Seite in den Korb ziehen

TYPO3 vs. Drupal

Im Gegensatz zu TYPO3 oder Joomla! als reinen Web Content Management- Systemen oder Wordpress als Blog-Software verfolgt Drupal den Ansatz, einfaches Web Content Management und Social Community Software zu verbinden.

Mischung aus Social Software und einfachem Web CMS

Neben den Basisfunktionalitäten eines Web Content Management Systems konzentriert sich Drupal vor allem auf die Bereitstellung umfangreicher Social Community-Werkzeuge. Dazu gehört beispielsweise ein Blog-System, Foren und diverse Web 2.0 Funktionen, die die einfache Erstellung von User-Generated-Content ermöglichen. In diesem Bereich liegen die klaren Stärken des Systems.

Distributionen

Drupal wird in zahlreichen Unternehmen als Community Tool im Rahmen einer Microsite verwendet. Für diesen Einsatzzweck werden verschiedene Distributions bereitgestellt. So gibt es eine Stand-Alone-Blog Distribution, eine Communitydistribution, eine Distribution für den Einsatz in Bildungseinrichtungen und noch einige mehr. Diese vorkonfigurierten Distributionen ermöglichen einen schnellen und einfachen Installationsprozess. Gemeinsam mit der Möglichkeit, aus zahlreichen Themes das gewünschte Layout der Microsite zu wählen, stellen diese Distributionen sogenannte Out-Of-The-Box Lösungen dar.

Systemanforderungen

Drupal gibt es in derzeit drei Versionen: Drupal 4.x, 5.x und 6.x. Drupal kann entweder auf einem Apache- oder einem Microsoft ISS-Server betrieben werden. Als Datenbank-Server-Software kann wahlweise MySQL 4.1 oder PostgreSQL ab Version 7.1 eingesetzt werden. Prinzipiell kommt PHP ab Version 4.5.3 zum Einsatz, da allerdings die 4er-Linie nicht mehr aktiv weiterentwickelt wird, ist der Einsatz von PHP 5.2 und höher ratsam.

Schlankes Basispaket

Das Basispaket von Drupal ist sehr schlank gehalten und zahlreiche Funktionen wie z.B. der Texteditor werden erst nach der Installation integriert. Für diese Arbeiten wird professioneller Support für die Implementierung benötigt.

Fehlendes Backend

Das System bietet eine strikte Trennung von Design/Layout und CMS-Funktionalität. Dazu kommen nützliche Feature wie die Multisite-Fähigkeit, ein ausgereiftes Caching-Konzept und die Möglichkeit, Drupal an LDAP-Server anzubinden und zur Authentifizierung zu nutzen, viele dieser Funktionen müssen jedoch über Extensions nach-installiert werden. Ein entscheidender Unterschied zu TYPO3 oder Joomla! ist das fehlende Backend zur Administration von Websites. Das bedeutet, dass Redakteure die Inhalte entweder direkt im Frontend oder über hierarchisch gegliederte Menüfelder in einer Menüleiste bearbeiten können, was die Arbeit der Redakteuer auf den ersten Blick etwas umständlich erscheinen lässt, aber durch zahlreiche Extensions verbessert werden kann.

Erweiterungen nicht austauschbar!

Ähnlich wie in anderen CMS werden Zusatzfunktionen durch den Einsatz von Erweiterungen, den sogenannten Modulen, realisiert. Das Besondere an den  Modulen ist, dass sie nicht kompatibel mit den drei unterschiedlichen Drupal-Versionen sind. In der Folge muss deshalb zunächst immer geprüft werden, ob die benötigten Erweiterungen überhaupt für die eingesetzte "neue" Drupal-Version bereits verfügbar, stabil und für den geschäftskritischen Einsatz geeignet sind. Dies führt dazu, dass ein automatisches Core Update nicht möglich ist, sondern meist recht aufwändig alle Extensions angepasst werden müssen. Dazu kommt, dass die Drupal-Module per Hand installiert und aktiviert werden müssen. Besonders mühsam für jeden Webmaster oder Entwickler sind die vielen Abhängikeiten der Module zu-einander. So ist es durchaus normal, dass eine Drupal-Seite Abhängigkeiten zu mehr als 50-60 Modulen hat, welche allesamt manuell aktuell gehalten und auf Sicherheitslücken geprüft werden müssen und dabei häufig von den Autoren nicht mehr weiterentwickelt werden. Diese Herangehensweise wird dadurch fast zum Ausschlusskriterium im unternehmenskritischen Enterprise Einsatz und die Pflege einer Drupalseite zum Vollzeitjob.

CMS und Framework

Drupal ist ebenso wie TYPO3 ein Framework. Aus diesem Grund ist es prinzipiell möglich für jeden Anwendungsfall eigene Erweiterungen oder Applikationen zu entwickeln. So können Drupal-Programmierer verschiedene Lösungen mit Anbindungen an die bestehende IT-Infrastruktur realisieren, die den geschäftskritischen Anforderungen großer Unternehmen, Behörden oder Verbände genügen. Leider ist jedoch der Drupal Code weder Objekt-orientiert noch unterstützt er moderne Software Architekturen wie MVC (Model View Controller) und wird somit ungern von Entwicklern eingesetzt die Codequalität und Enterprise Entwicklungstechniken schätzen.

Fazit

Fazit: TYPO3 vs. Drupal

Drupal ist nicht für den Einsatz als Enterprise Web CMS entwickelt worden, sondern als umfangreiche Social Community Lösung. Allerdings macht der Einsatz von Drupal durchaus Sinn, wenn der Fokus auf umfangreicher Social Software mit einfachen Web CMS-Fähigkeiten liegt.

Die klare Empfehlung an dieser Stelle wäre somit:

  • Social Publishing: Drupal
  • Enterprise Publishing: TYPO3
Mehr Informationen und weiterführende Links:
Case Study

congstar GmbH

  • 1Hochflexibles Templating System für maximale Designflexibilität.
  • 2Abstraktion der Shop Logik zur direkten Verzahnung mit dem CMS.
  • 3Umfangreiche Google Maps Integration im congstar Aufladefinder.

Lesen Sie die Case Study:

Besucher Historie